OECD Länderbericht „Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen

 

 

Im Beisein des Bundesministers für Arbeit und Soziales wurde am 24. November 2011 der OECD-Länderbericht zu "Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen und deren Kinder" vorgestellt. Der Bericht bemängelt u. a. das im Vergleich zu anderen OECD-Ländern unzureichende Integrationsangebot auf Bundesebene. Die OECD hebt dabei insbesondere das Fehlen eines strukturierten Integrationsprogramms mit einem klaren Arbeitsmarktfokus für Neuzuwanderer hervor.

 

Die OECD stellt zugleich fest, dass die österreichische Integrationspolitik in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht hat. Sie hebt dabei insbesondere Qualifizierungsmaßnahmen hervor, bei denen Zuwanderer für Berufe ausgebildet werden, in denen ein Fachkräftemangel herrscht. Ab 2012 werden MigrantInnen außerdem zu einer speziellen Zielgruppe des Arbeitsmarktservice (AMS) und rücken damit stärker in den Fokus aktiver Arbeitsmarktpolitik.

 

Selbst Nachkommen von Zuwanderern, die über einen höheren österreichischen Bildungsabschluss verfügen, haben Schwierigkeiten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Dies weist auf weitere strukturelle Barrieren hin, wobei die OECD insbesondere die Problematik der Diskriminierung im Arbeitsmarkt gegenüber MigrantInnen hervorhebt.

 

Österreich weist innerhalb der OECD einen der höchsten Anteile an Zuwanderern auf, die einer Beschäftigung unterhalb ihres Qualifikationsniveaus nachgehen. Eine Anerkennung oder Evaluation ausländischer Bildungsabschlüsse könnte die Chancen auf eine ausbildungsadäquate Beschäftigung erheblich erhöhen, allerdings wird diese Möglichkeit nur selten genutzt.

 

Bundesminister Hundstorfer stellte im Rahmen der Pressekonferenz neue Maßnahmen als weitere Verbesserungen für MigrantInnen dar, unter anderem:

 

·         Jugendcoaching (gemeinsam mit dem BMUKK): Ein Coach unterstützt und begleitet Jugendliche bis zu einem Jahr, damit alle SchülerInnen vor Ende der Pflichtschule wissen, welche Ausbildung sie machen werden.

 

·         Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen: Dieses neues Projekt des BMASK in Zusammenarbeit mit anderen betroffenen Ressorts wird Anfang 2012 starten. Um mitgebrachte Qualifikationen von Zuwanderern (etwa von Fachkräften oder AkademikerInnen) besser nutzen zu können, sollen Regelungen für die formale Anerkennung vereinfacht werden.

 

 

Weitere Informationen auf OECD Berlin Centre.

 

Presseaussendung und –unterlagen des BMASK

 

 

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