Nachkommen von MigrantInnen
haben schlechtere Perspektiven – auch bei gleichem Bildungsniveau –
auf dem Arbeitsmarkt
Eine
OECD-Studie zeigt auf, dass vor allem in Deutschland und Österreich Nachkommen
von MigrantInnen, die im Einwanderungsland eine
Ausbildung abgeschlossen haben, vergleichsweise eine schlechtere
Arbeitsmarktposition einnehmen. Einerseits sind Geringqualifizierte unter MigrantInnenkindern deutlich überrepräsentiert.
Andererseits haben bei gleichem Bildungsstand junge Erwachsene mit Migrationshintergrund geringere Beschäftigungschancen.
Interessant
ist, dass niedrigqualifizierte Nachkommen von MigrantInnen in Österreich und Deutschland gut in den
Arbeitsmarkt integriert sind. Offensichtlich herrscht eine gewisse Erwartung
vor, dass MigrantInnen schlecht qualifiziert sind. Bildungsleistungen
und –erfolge werden jedoch nicht honoriert.