Erwachsenenbildung 2007

 

 

Die Erhebung über die Erwachsenenbildung 2007 von Statistik Austria liefert einen breiten Überblick über die Lernaktivitäten der Wohnbevölkerung in Österreich im Alter von 25 bis 64 Jahren innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten. Erfasst wurden dabei sowohl beruflich als auch privat motivierte Lernaktivitäten. Ein Schwerpunkt wurde auf das Bildungsverhalten von Erwerbstätigen gelegt. Es wurden jedoch auch die Unterschiedlichkeiten zwischen österreichischen und ausländischen StaatsbürgerInnen festgehalten.

 

„Etwa zwei Fünftel (40,7%) der Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft (…) nutzten (…) nicht-formale Bildungsangebote (Anm.: das sind Weiterbildungsaktivitäten wie Kurse, Vorträge, Seminare oder angeleitete Ausbildungen am Arbeitsplatz). Von den hier ansässigen Ausländerinnen und Ausländern waren es rund zehn Prozentpunkte weniger.“ Es gibt starke Unterschiede in der Teilnahme an Weiterbildungsaktivitäten nach soziodemografischen Merkmalen. „Die Staatsbürgerschaft erwies sich auch als nennenswerter Einflussfaktor. Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft hatten eine 1,49-mal so hohe Chance auf eine Teilnahme an nicht-formaler Bildung wie Ausländerinnen und Ausländer.“

 

Ein Drittel der österreichischen Staatsangehörigen bildete sich arbeitsbezogen nicht-formal weiter, bei AusländerInnen waren es nur 20,9 %.

 

Informelles Lernen: „Weitaus am verbreitetsten war informelles Lernen durch Lesen von Büchern, Fachzeitschriften etc. (…) Große Unterschiede waren dabei vor allem nach Bildungsgrad und Staasangehörigkeit zu beobachten.“ Von den österreichischen StaatsbürgerInnen bildeten sich 63,2% in diesem Bereich informell weiter, nicht-österreichische Staatsangehörige nur mit 46,7%. Weit verbreitet ist das informelle Lernen auch mit Hilfe des Computers. ÖsterreicherInnen lernten zu 43,9% mit Hilfe des Computers informell, AusländerInnen zu 35,7%.

 

Für Erwerbstätige übernahmen in einem hohen Masse ArbeitgeberInnen die „Kurs-, Einschreib- und Prüfungsgebühren“ bei berufsbezogener nicht-formaler Weiterbildung. Auch hier sind jedoch in Bezug auf die StaatsbürgerInnenschaft Unterschiede festzustellen. 60,7% der AusländerInnen und 71,0% der ÖsterreicherInnen erhielten die Gebühren durch ihre ArbeitgeberInnen ersetzt.

 

Download und Bestellung der Erhebung „Erwachsenenbildung 2007“

 

 

 

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